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  Ausstellung - Amtsgericht
  Von 09.01.2019 bis 25.05.2019

Ausstellung im Amtsgericht Freiburg



Die GEDOK Freiburg zeigt in ihrer Ausstellungsreihe 2 3 4 5
die Ausstellung "zwei - Landschaft²"
von Veronika Grüger und Sandra Simone Schmidt
                 
Samstag, den 9. Februar 2019 um 11 Uhr
Ort: Amtsgericht Freiburg, Holzmarkt 2
Begrüßung: Gabriele Frey (GEDOK Vorstand)
Einführung: Christiane Grathwohl-Scheffel, M.A.
Musik: Veronika Grüger spielt zu den Bildern eigene Kompositionen für Gitarre

Ausstellungsgespräch mit den Künstlerinnen: 5. April 2019 um 18 Uhr
Dauer der Ausstellung: 9. Februar bis 25. Mai 2019
Öffnungszeiten: Mo - Do von 8.00 - 16.00 Uhr und Fr von 8.00 - 14.00 Uhr
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Landschaft² - Landschaften jenseits der gewohnten Sichtweise sind Inhalt des künstlerischen Dialogs von Veronika Grüger und Sandra Simone Schmidt.

Beide Künstlerinnen nähern sich der Landschaft, indem sie die Phänomene der Natur aus verschiedenen Perspektiven beobachten und rücken deren Details und Schönheit in unser Bewusstsein. Beide Künstlerinnen nehmen dabei bewusst auf unsere, vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaften Bezug.

Veronika Grüger setzt sich fotografisch mit Landschaften und der strukturellen, figuralen Beschaffenheit von natürlichen Gebilden auseinander. Die Technik der Photographie verwendet sie hierbei nicht, um Realitäten festzuhalten, sondern erzielt mit ihrer Hilfe eine graphische und malerische Wirkung.Als Schriftkünstlerin folgt sie dabei ihrer Liebe zu Linie und Form, deren Klang sie in ihren Arbeiten Ausdruck verleiht. Sie setzt natürlich gegebene graphische Strukturen, Licht und Farbe gezielt ein, um diese in ihrer Wirkungsweise zu steigern. Mit ihrer Kamera hält Veronika Grüger in der Natur erlebte Augenblicke fest, um dann in Ihren Bildern sichtbar zu machen, was vorher nicht zu sehen war.
Aus Momentaufnahmen läst sie durch feinsinnige Interpretation verzauberte, ewig dauernde Welten entstehen und führt den Betrachter in bisher nicht gekannte Welten.

Sandra Simone Schmidt installiert geometrische Objekte, die den fünf platonischen Körpern entsprechen an vorher bestimmten Orten temporär vor Ort und fotografiert diese. Sie schafft mit dem Positionieren der goldenen Objekte Landmarken, Signale oder Ausrufezeichen in einer von Menschen nachhaltig modifizierten oder bereits zerstörten Umwelt. Sie beschäftigt sich mit der Frage was in einer Landschaft natürlich und was geschaffen ist. Diese lässt sich kaum noch zufriedenstellend beantworten. Die Objekte wirken fast extraterrestrisch, nicht in die Natur gehörig. Ist die heutige „Kulturlandschaft" die von den Menschen nutzbar gemacht wurde natürlich? Die in der Landschaft zunächst fremdartigen Objekte sind jedoch in natürlichen kristallinen Strukturen zu finden während es kaum noch unberührte Natur gibt.
Die Arbeiten haben durchaus einen dokumentarischen Charakter, sind aber dennoch eigenständige künstlerische Werke. Manche Motive werden teilweise mit speziellen grafischen Techniken in eine Fotografik transformiert.

Veronika Grüger und Sandra Simone Schmidt eröffnen durch die Mehrdeutigkeit ihrer Werke unterschiedliche Sichtweisen und laden den Betrachter ein zu einem neuen Blick auf das, was uns umgibt. So zeigen uns die Werke der beiden Künstlerinnen einen der Realität entrückten Lebensraum und geben dem Betrachter viel Raum für eigene Gedanken zum Thema.