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  Kunststoffwechsel - Ausstellung
  Von 14.11.2014 bis 28.02.2015

Die GEDOK Freiburg lädt ein zur Ausstellung

KUNST | STOFF | WECHSEL


ausstellende Künstlerinnen:

Waltraut Brügel, Alexandra Centmayer, Kathrin Deusch, Chris Popović, Carola Faller-Barris, Sabine Felder, Michaela Höhlein-Dolde, Barbara Müller, Dorothee Pfeifer, Regine Pustan, Almut Quaas, Simone Rosenow, Christel Andrea Steier, Gabriele Wübben

Vernissage:     Freitag, 14.11.2014, 19.30 Uhr
Begrüßung:     Dr. Maria Jakobs
und Sybille Wermelskirchen
Einführung:      Mateusz Budasz

Karl Rahner Haus
Habsburgerstr.107
79104 Freiburg
Dauer: 14.11.2014 bis 28.02.2015

Öffnungszeiten:
Mo - Do 9.00 - 12.30 & 13.30 - 16.30
Fr 9.00 - 12.30
und nach Vereinbarung ( 0761 / 120 40 100 ) während der Schulferien geschlossen

Einladungskarte

Plastikmüll in den Ozeanen ist ein internationales Umweltproblem. Plastikteile und deren Zersetzungsprodukte  sammeln sich insbesondere in einigen Meeresdriftströmungswirbeln an und führen zu einer erheblichen Verdichtung in manchen Meeresregionen.
In den Meeren treibender Plastikmüll wird durch Wellenbewegung und UV-Licht auf Dauer zerkleinert, wobei ein immer höherer Feinheitsgrad bis hin zur Pulverisierung erreicht werden kann. So entstehen unter anderem auch 3–5 mm große sogenannte Pellets, die von Meerestieren mit  Plankton verwechselt und aufgenommen werden. Angefangen beim Plankton selbst steigen die Plastikpartikel, an denen sich  giftige und krebsverursachende Chemikalien anlagern in der Nahrungskette immer weiter auf. Auf diesem Weg gelangt der Plastikmüll mit den anlagernden Giftstoffen auch in die für den menschlichen Verzehr bestimmten Lebensmittel.

Nach Informationen des  United Nations Environment Programme (UNEP)  von 2005 schwimmen durchschnittlich bis zu 13.000 Plastikteilchen auf jedem Quadratkilometer Ozean. Es wird angenommen, dass Plastikmüll nicht nur an der Oberfläche schwimmt. Schätzungen zufolge sinken 70 Prozent auf den Meeresgrund.
Die Plastikteile sind laut Informationen der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) bis zu 16 Jahre in dem Kreisel zu finden.

Der Plastikmüll hat erhebliche Auswirkungen auf marine Ökosysteme. Insbesondere größere Tiere sind durch mechanische Verletzungen gefährdet. So bleiben Seehunde mitunter in Getränkekästen stecken oder Fische und Delfine  in aufgegebenen Fischernetzen.

Plastikmüll wird über Flüsse ins Meer geschwemmt. Vielfach werden auch Mülldeponien und wilde Müllkippen im Ödland   an Flüssen, Sümpfen oder Meeresküsten aufgeschüttet.

Im Oktober 2012 stellte der 19-jährige niederländische Student Boyan Slat an der TU Delft eine Möglichkeit vor, wie Millionen Tonnen Plastikabfall aus den Meeren gesammelt und recycelt werden können. Die Technologie befindet sich in der Erprobungsphase und basiert auf dem Einsatz mehrerer Manta-Rochen-förmiger Plattformen, die mit rohrförmigen, auf der Meeresoberfläche treibenden Pontons verbunden sind. Die Technik macht sich die natürliche Meeresströmung zu Nutze und die Tatsache, dass das zu sammelnde Plastik auf der Meeresoberfläche treibt. Dies habe den Vorteil, dass Plankton und andere Meeresbewohner nicht gefangen würden. Für die Reinigung veranschlagt er etwa fünf Jahre pro großem ozeanischen Wirbel. Die von Slat gegründete Ocean Cleanup Foundation arbeitet an mehreren Machbarkeitsstudien.
(Quelle: Internet)

Dies ist nur ein kleiner Aspekt der Zerstörung durch Plastikmüll, es  gibt auch andere Gebiete und Bereiche, die von dieser Umweltbelastung betroffen sind.

Ziel der Ausstellung ist es, sich mit dieser Problematik visuell auseinanderzusetzen. Einmal ist das Thema Kunststoff angesprochen, im Sinne des Materials und seiner oben beschriebenen Folgen und Auswirkungen. Auch im übertragenen Sinne ist der Kunst-Stoff thematisiert, als Stoff, der es erlaubt, künstlerisch eine Situation darzustellen. Drittens soll der  im Ausstellungstitel enthaltene Begriff Stoffwechsel  auf die tödliche Aufnahme des Plastikmaterials durch Tiere und Pflanzen verweisen.